Gut fürs Pferd
Anja Braatz, Tierheilpraktikerin
© Anja Braatz 2020                                 Telefon 0173 608 65 95                           Email kontakt@gutfuerspferd.de
www.gutfuerspferd.de

F.A.Q.

Viele Fragen werden mir immer wieder

gestellt …

… und deswegen habe ich einige hier zusammengetragen und versucht, eine kurze Antwort zu finden :-)

Die Pferdefotos wurden von A.Röhrmund - Tierfotografie

aufgenommen. Kontakt siehe unter „Links“

Was ist artgerechte Fütterung?

Rohfaserreich und artenreich aber nährstoffarm, so lässt sich artgerechte Pferdefütterung kurz zusammen- fassen. Leider sieht die Realität der Pferdehaltung in Deutschland schon beim Grundfutter (Raufutter und Weide) anders aus. Von dem angeblich bedarfsgerecht zusammengestellten „Convenience-Futter“, das in den Futtertrögen landet, ganz zu schweigen. Die artgerechte (und damit tiergerechte) Pferdefütterung beschäftigt sich daher in erster Linie mit der Ver- meidung von ungeeignetem Futter, wo es möglich ist (Zufütterung durch den Besitzer) und dem Ausgleich der Defizite in dem Teil des Futters, der sich nicht vermeiden lässt (Raufutter und Weide durch den Stall).

Was unterscheidet die artgerechte von der klassischen Pferdefütterung?

Die klassische Pferdefütterung zielt ausschließlich auf die Versorgung des Körpers mit Energie (Kalorien bzw. MegaJoule) und zusätzlich mit Mineralstoffen. Dabei wird in erster Linie darauf geachtet, dass die Ka- lorien und Mineralstoffe in den für richtig erachteten Mengen in das Pferd kommen. Diese Mengen werden anhand von Tabellen (festgelegter Grundumsatz plus Mehrbedarf durch Art der Arbeit oder z. B. Trächtigkeit und Laktation) errechnet und dann in der für den Besitzer praktikabelsten Form zugeführt. Die artgerechte Pferdefütterung setzt sich mit den vom Verdauungssystem vorgegebenen Bedürfnissen auseinander und erfüllt diese auf natürliche Art und Weise. Energie und Mineralien spielen dabei selbst- verständlich auch eine Rolle, aber sie sind nur zwei Teile eines viel größeren Puzzles aus Vitalstoffen, das die artgerechte Fütterung bestmöglich zusammenzusetzen versucht.

Wie erkenne ich artgerechtes Futter?

Nur mit umfangreichen Kenntnissen vom Verdauungssystem des Pferdes kann man erkennen und verste- hen, was artgerecht ist und was nicht. Für dieses Wissen muss man sich durch Berge von Literatur lesen oder fundierte Fachseminare besuchen. Genau das habe ich getan und ich gebe dieses notwendige Wissen verständlich aufbereitet in meinen Seminaren und Workshops an Sie weiter. Sprechen Sie mich an.

Was ist mit der notwendigen Mineralstoffversorgung?

Artgerechtes Futter zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Vitalstoffen aus, zu denen auch Mineral- stoffe und Vitamine gehören. Bei artgerechter Fütterung ist die Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen daher gesichert. Ein zeitweiliger Mehrbedarf, zum Beispiel während des Fellwechsels, kann mit gezielter Erhöhung von mineralstoffreichen Pflanzen im Futter gedeckt werden.

Laut Blutbild mangelt es meinem Pferd an bestimmten Mineralien, was kann ich tun?

Zunächst muss man wissen, dass die gängigen Blutuntersuchungen keinen Rückschluss auf den tatsäch- lichen Mineralienstatus im Körper erlauben. Dazu ist eine labortechnische Fellmineralien-Analyse möglich, die neben den Mineralstoffen (Mengen- & Spurenelemente) auch toxische Elemente nachweist. Sprechen Sie mich dazu an. Sollte sich tatsächlich ein Mangel oder Überschuss ergeben, ist es wichtiger, die Ursache dafür zu finden und diese Ursache wenn möglich zu beseitigen. Die Substitution einzelner Mineralien und Vitamine ist schon im Hinblick auf die vielfältigen Abhängigkeiten der Stoffe untereinander meist nicht angeraten.

Meinem Pferd geht es gut mit dem derzeitigen Futter - Warum sollte ich die Fütterung umstellen?

Der Körper versucht immer, mit den vorhandenen Mitteln ein inneres Gleichgewicht aufrechtzuhalten. Dadurch werden die Folgen einer nicht artgerechten Fütterung lange verschleiert, zumal die ersten Anzei- chen leicht übersehen oder nicht der Fütterung als Ursache zugeordnet werden. Auf lange Sicht kann der Körper seine volle Funktionsfähigkeit aber nicht erhalten. Im Sinne des Tieres und auch im Sinne des Tierschutzgesetzes sollte man nicht auf gesundheitliche Probleme warten, sondern muss das Tier seiner Art entsprechend füttern.

Was sind die Folgen, wenn das Pferd dauerhaft nicht artgerecht gefüttert wird?

Es gibt die klassischen Symptome und Erkrankungen, die fast jeder sofort mit Fütterungs(-fehlern) in Verbindung bringt, wie Übergewicht, Untergewicht, Durchfall, Kotwasser, Magengeschwüre, das Equine Metabolische Syndrom (EMS) und Pseudo-Cushing (ECS). Tatsächlich sind die Folgen umfangreicher. Am Anfang steht häufig eine Dysbiose, eine Verschiebung des Darmmikrobioms ("Darmflora") in einen ungünstigen Bereich. Besteht diese dauerhaft, entwickeln sich Stoffwechselentgleisungen, Übersäuerung des Körpers, Überlastung der Leber, Überlastung der Nieren und vieles mehr. Das tückische ist, dass es ein schleichender Prozess ist, der lange Zeit, sogar über Jahre,  symptomfrei bleibt. Der Rückschluss, dass ein "plötzlich" auftretendes Sommerekzem, die wiederkehrenden und wechselnden leichten Lahmheiten, die geringe Belastbarkeit, die Infektanfälligkeit, der therapieresistente Husten, die Mauke und vieles mehr ihren Ursprung unter Umständen auch in der Fütterung hat, dieser Rückschluss wird häufig nicht gezogen, statt- dessen wird an den Symptomen herumtherapiert.

Kann ich mit artgerechter Fütterung alle Probleme lösen?

Ganz klar: Nein. Aber die artgerechte Fütterung ist die Grundlage dafür, dass naturheilkundlicheTherapien wie die Phyto- und Mykotherapie funktionieren können. Um die Selbstheilung in Gang zu setzen, darf der Körper nicht kontinuierlich von außen beeinträchtigt oder sogar vergiftet werden. Außerdem ist die artgerechte Fütterung ein wichtiger Baustein in dem verantwortungsvollen Umgang mit dem Pferd. Bei der ganzheitlich betrachteten Pferdegesundheit spielen zusätzlich natürlich auch Haltungs- form, Art des Trainings, Pferd-Mensch-Beziehung, chronische Erkrankungen und vieles andere mehr mit hinein.

Sind zu viele Kräuter schädlich?

Es muss klar unterschieden werden zwischen einer artgerechten und kräuterreichen Fütterung und der Phytotherapie, also der Anwendung von Kräutern zu Heilzwecken. Bei der artgerechten Fütterung wird versucht, dem Pferd so viele unterschiedliche Vitalstoffe wie möglich anzubieten. Es ist nicht unüblich, drei bis fünf verschiedene Kräutermischungen täglich in den Rationen zu kombinieren, dabei kommt man leicht auf 30, 40 verschieden Kräuter im Futter, von keinem Kraut mehr als ein paar Gramm. Nur damit lässt sich ein breites Spektrum an Vitalstoffen wirklich realisieren. Bei der artgerechten Fütterung gibt es kein ZUVIEL an Kräutern im  Futter - die Kräuter SIND das Futter. Im klaren Gegensatz dazu steht eine phytotherapeutische Behandlung. Hier werden gezielt wenige Kräuter miteinander kombiniert, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen. Hier kann es ein Zuviel in der Menge der Einzeldroge geben und auch ein zu lange bei der Gabe einer Einzeldroge. Deswegen sollten Einzelkräuter nicht ohne Rücksprache mit ausgebildeten Phytotherapeut*innen ange- wandt werden. Die im Handel erhältlichen Kräutermischungen sind von den Herstellern i. d. R. als Futtermittel deklariert und können so auch eingesetzt werden.

Mein Pferd frisst die Kräuter nicht, was kann ich tun?

Wenn das Pferd Kräuter nicht kennt, muss man es langsam an den Geschmack gewöhnen. Man fängt mit einem Viertel der täglichen Menge an und steigert diese langsam über eine, manchmal zwei Wochen. Bei geschmacklich und geruchlich "schwierigen" Futtermitteln wie Seealgenmehl kann das Einschleichen und Steigern auch lange dauern und es braucht viel Geduld vom Besitzer. Diese Geduld lohnt sich aber. Wenn das Pferd Kräuter schon kennt und eine bestimmte Mischung nach einer gewissen Zeit verweigert, dann sollte man auf das Pferd hören und diese Mischung für mindestens vier Wochen aussetzen.

Was kostet artgerechte Fütterung?

Wie beim BARFen von Hunden und Katzen ist eine große Sorge der Besitzer, dass eine artgerechte Fütterung ihres Pferdes teuer ist. Ja, es wird zunächst Mehrkosten verursachen, die sich aber langfristig meist amortisieren. Was es tatsächlich immer kostet ist Zeit. Und die Bereitschaft, eigenverantwortlich mit dem uns anvertrauten Tier umzugehen, denn nur artgerecht ist tiergerecht.
Gut fürs Pferd
Anja Braatz, Tierheilpraktikerin
© Anja Braatz 2020 Telefon 0173 608 65 95                                   kontakt@gutfuerspferd.de

F.A.Q.

Viele Fragen werden mir immer

wieder gestellt …

… und deswegen habe ich einige hier zusammengetragen und versucht, eine kurze Antwort zu finden :-) Was ist artgerechte Fütterung? Was unterscheidet die artgerechte von der klassischen Pferdefütterung? Wie erkenne ich artgerechtes Futter? Was ist mit der notwendigen Mineralstoffversorgung? Laut Blutbild mangelt es meinem Pferd an bestimmten Mineralien, was kann ich tun? Meinem Pferd geht es gut mit dem derzeitigen Futter - Warum sollte ich Fütterung umstellen? Was sind die Folgen, wenn das Pferd dauerhaft nicht artgerecht gefüttert wird? Kann ich mit artgerechter Fütterung alle Probleme lösen? Sind zu viele Kräuter schädlich? Mein Pferd frisst die Kräuter nicht, was kann ich tun? Was kostet artgerechte Fütterung? Alle anderen Fragen beantworte ich Ihnen gern bei einem Beratungstermin oder in einem Seminar. Kontaktieren Sie mich.

Die Pferdefotos wurden von A.Röhrmund - Tierfotografie

aufgenommen. Kontakt siehe unter „Links“

Was ist artgerechte Fütterung?

Rohfaserreich und artenreich aber nährstoffarm, so lässt sich artgerechte Pferdefütterung kurz zusammenfassen. Leider sieht die Realität der Pferdehaltung in Deutschland schon beim Grundfutter (Raufutter & Weide) anders aus. Von dem angeblich bedarfs- gerecht zusammengestellten „Convenience-Futter“, das in den Futtertrögen landet, ganz zu schweigen. Die artgerechte (und damit tiergerechte) Pferde- fütterung beschäftigt sich daher in erster Linie mit der Vermeidung von ungeeignetem Futter, wo es möglich ist (Zufütterung durch den Besitzer) und dem Ausgleich der Defizite in dem Teil des Futters, der sich nicht vermeiden lässt (Raufutter und Weide durch den Pensionsstall).

Was unterscheidet die artgerechte von

der klassischen Pferdefütterung?

Die klassische Pferdefütterung zielt ausschließlich auf die Versorgung des Körpers mit Energie (als Kalorien bzw. MegaJoule) und zusätzlich mit Mineralstoffen. Dabei wird in erster Linie darauf geachtet, dass die Kalorien und Mineralstoffe in den für richtig erachteten Mengen in das Pferd kommen. Diese Mengen werden anhand von Ta- bellen berechnet (festgelegter Grundumsatz plus Mehrbedarf durch Art der Arbeit oder z. B. Träch- tigkeit und Laktation) und dann in der für den Besitzer praktikabelsten Form zugeführt. Die artgerechte Pferdefütterung setzt sich mit den vom Verdauungssystem vorgegebenen Bedürfnis- sen auseinander und erfüllt diese auf natürliche Art und Weise. Energie und Mineralien spielen dabei selbstverständlich auch eine Rolle, aber sie sind nur zwei Teile eines viel größeren Puzzles aus Vital- stoffen, das die artgerechte Fütterung bestmöglich zusammenzusetzen versucht.

Wie erkenne ich artgerechtes Futter?

Nur mit umfangreichen Kenntnissen vom Verdau- ungssystem des Pferdes kann man erkennen und verstehen, was artgerecht ist und was nicht. Für dieses Wissen muss man sich durch Berge von Literatur lesen oder fundierte Fachseminare be- suchen. Genau das habe ich getan und ich gebe dieses notwendige Wissen verständlich aufbereitet in meinen Seminaren und Workshops an Sie weiter. Sprechen Sie mich an.

Was ist mit der notwendigen

Mineralstoffversorgung?

Artgerechtes Futter zeichnet sich durch einen ho- hen Anteil an Vitalstoffen aus, zu denen auch Mine- ralstoffe und Vitamine gehören. Bei artgerechter Fütterung ist die Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen daher gesichert. Ein zeitweiliger Mehr- bedarf, z. B während des Fellwechsels, kann mit gezielter Erhöhung von mineralstoffreichen Pflan- zen im Futter gedeckt werden.

Laut Blutbild mangelt es meinem

Pferd an bestimmten Mineralien,

was kann ich tun?

Zunächst muss man wissen, dass die gängigen Blutuntersuchungen keinen Rückschluss auf den tatsächlichen Mineralienstatus im Körper erlauben. Dazu ist eine labortechnische Fellmineralien- Analyse notwendig, die neben den Mineralstoffen (Mengen- & Spurenelemente) auch toxische Ele- mente nachweist. Sprechen Sie mich dazu an. Sollte sich tatsächlich ein Mangel oder Überschuss ergeben, ist es wichtiger, die Ursache dafür zu fin- den und diese Ursache wenn möglich zu beseitigen. Die Substitution einzelner Mineralien und Vitamine ist schon im Hinblick auf die vielfältigen Abhängig- keiten der Stoffe untereinander meist nicht ange- raten.

Meinem Pferd geht es gut mit dem

derzeitigen Futter - Warum sollte ich

die Fütterung umstellen?

Der Körper versucht immer, mit den vorhandenen Mitteln ein inneres Gleichgewicht aufrechtzuhalten. Dadurch werden die Folgen einer nicht artgerech- ten Fütterung lange verschleiert, zumal die ersten Anzeichen leicht übersehen oder nicht der Fütter- ung als Ursache zugeordnet werden. Auf lange Sicht kann der Körper seine volle Funktionsfähig- keit aber nicht erhalten. Im Sinne des Tieres und auch im Sinne des Tierschutzgesetzes sollte man nicht auf gesundheitliche Probleme warten, son- dern das Tier seiner Art entsprechend füttern.

Was sind die Folgen, wenn das Pferd

dauerhaft nicht artgerecht gefüttert

wird?

Es gibt die klassischen Symptome und Erkrankun- gen, die fast jeder sofort mit Fütterungs(-fehlern) in Verbindung bringt, wie Übergewicht, Untergewicht, Durchfall, Kotwasser, Magengeschwüre, das Equine Metabolische Syndrom (EMS) und Pseudo- Cushing (ECS). Tatsächlich sind die Folgen um- fangreicher. Am Anfang steht häufig eine Dysbiose, eine Ver- schiebung des Darmmikrobioms ("Darmflora") in einen ungünstigen Bereich. Besteht diese dauer- haft, entwickeln sich Übersäuerung des Körpers, Stoffwechselentgleisungen, Überlastung der Leber, Überlastung der Nieren und vieles mehr. Das tücki- sche ist, dass es ein schleichender Prozess ist, der lange Zeit, sogar über Jahre, symptomfrei bleibt. Der Rückschluss, dass ein "plötzlich" auftretendes Sommerekzem, die wiederkehrenden und wech- selnden leichten Lahmheiten, die geringe Belast- barkeit, die Infektanfälligkeit, der therapieresistente Husten, die Mauke und vieles mehr ihren Ursprung unter Umständen auch in der Fütterung hat, dieser Rückschluss wird häufig nicht gezogen, stattdessen wird an den Symptomen herumtherapiert.  

Kann ich mit artgerechter Fütterung

alle Probleme lösen?

Ganz klar: Nein. Aber die artgerechte Fütterung ist die Grundlage dafür, dass naturheilkundliche Therapien wie die Phyto- und Mykotherapie funktionieren können. Um die Selbstheilung in Gang zu setzen, darf der Körper nicht kontinuierlich von außen beeinträch- tigt oder sogar vergiftet werden. Außerdem ist die artgerechte Fütterung ein wichtiger Baustein in dem verantwortungsvollen Umgang mit dem Pferd. Bei der ganzheitlich betrachteten Pferdegesundheit spielen zusätzlich natürlich auch Haltungsform, Art des Trainings, Pferd-Mensch-Beziehung, chronische Erkrankun- gen und vieles andere mehr mit hinein.

Sind zu viele Kräuter schädlich?

Es muss klar unterschieden werden zwischen der artgerechten und kräuterreichen Fütterung und der Phytotherapie, also der Anwendung von Kräutern zu Heilzwecken. Bei der artgerechten Fütterung wird versucht, dem Pferd so viele unterschiedliche Vitalstoffe wie mög- lich anzubieten. Es ist nicht unüblich, drei bis fünf verschiedene Kräutermischungen täglich in den Rationen zu kombinieren, dabei kommt man leicht auf 30, 40 verschieden Kräuter im Futter, von kei- nem Kraut mehr als ein paar Gramm. Nur so lässt sich ein breites Spektrum an Vitalstoffen wirklich realisieren.   Bei der artgerechten Fütterung gibt es kein ZUVIEL an Kräutern im Futter - die Kräuter SIND das Futter. Im klaren Gegensatz dazu steht eine phytothera- peutische Behandlung. Hier werden gezielt wenige Kräuter miteinander kombiniert, um eine thera- peutische Wirkung zu erzielen. Hier kann es ein Zuviel in der Menge der Einzeldroge geben und auch ein zu lange bei der Gabe einer Einzeldroge. Deswegen sollten Einzelkräuter nicht ohne Rücks- prache mit ausgebildeten Phytotherapeut*innen angewandt werden. Die im Handel erhältlichen Kräutermischungen sind von den Herstellern i. d. R. als Futtermittel deklariert und können so auch eingesetzt werden.

Mein Pferd frisst die Kräuter nicht,

was kann ich tun?

Wenn das Pferd Kräuter nicht kennt, muss man es langsam an den Geschmack gewöhnen. Man fängt mit einem Viertel der täglichen Menge an und stei- gert diese langsam über eine, manchmal zwei Wo- chen. Bei geschmacklich und geruchlich "schwie- rigen" Futtermitteln wie Seealgenmehl kann das Einschleichen und Steigern auch lange dauern und es braucht viel Geduld vom Besitzer. Diese Geduld lohnt sich aber. Wenn das Pferd Kräuter schon kennt und eine be- stimmte Mischung nach einer gewissen Zeit ver- weigert, dann sollte man auf das Pferd hören und diese Mischung für mindestens vier Wochen aus- setzen.

Was kostet artgerechte Fütterung?

Wie beim BARFen von Hunden und Katzen ist eine große Sorge der Besitzer, dass eine artgerechte Fütterung ihres Pferdes teuer ist. Ja, es wird zu- nächst Mehrkosten verursachen, die sich aber lang- fristig meist amortisieren. Was es tatsächlich immer kostet ist Zeit. Und die Bereitschaft, eigenverantwortlich mit dem uns anvertrauten Tier umzugehen, denn nur artgerecht ist tiergerecht.